„Die Butter der Götter“


„Beurre des dieux“ moelle osseuse sur le pain de fermier

„Butter der Götter“ Knochenmark vom Rind auf Bauernbrot


Inspiré par Anthony Bourdain,
inspiriert durch Anthony Bourdain und seinem Kochbuch
„So koche ich im „Les Halles“ New York“
Anthony Bourdain

Z U T A T E N

  • 10 Rindermarkknochen für 2 bis 3 Brote, vom Metzger des Vertrauens auf 5 – 7 Zentimeter gesägt.
  • 1/2 Bund glatte Petersilie, grob gehackt
  • Kapern oder Kapernäpfel
  • Schwarze, fermentierte Pfefferkörner verwendet Anthony statt Kapern
  • Meersalz, fein oder grob (das feine lässt sich besser dosieren – einige Körner vom groben Meersalz sind rasch sehr salzig auf der Zunge.)
  • Schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • Butter, weich
  • frisches Bauernbrot oder Roggenbrot
  • zum Trinken: einen schönen trockenen Weißwein
mise-en-place

….mich erinnert dieses Gericht immer wieder an meine Kindheit – und deshalb musste ich es heute erstmalig versuchen.

Mein Onkel Günther, ein Typ wie Tom Selleck nur etwas grauer und nicht Privatdetektiv sondern Maurer hat mich öfter zusehen lassen, wenn er es in seiner Küche direkt aus den Knochen gesogen und geschlürft hat, das Knochenmark.
Ein Teil hing hinterher immer noch in seinem schwarzen Schnurrbart und er schien es sehr genossen zu haben, denn er wirkte ausgesprochen zufrieden.
Wahrscheinlich gab er nur etwas Pfeffer und Salz drauf, also nicht so raffiniert wie Anthony. Er war es auch, der mich mit zehn Jahren immer zum Zigaretten holen geschickt hat am Automaten um die Ecke. Ich bin kaum an den Münzschlitz rangekommen – 2 Mark kostete eine Packung Ernte 23 damals. (…gibts die Marke noch?) Er war es auch, der für mich nach Nürnberg fuhr zum Vedes, ein großer Spielwarenladen, wo es wirklich alles gab, Teddybären in Braunbären-Lebensgröße, Lego, Modellbausätze von Flugzeugen und Autos, Spiele ohne Ende und Modelleisenbahn von Märklin, Arnold und Lehmann. Onkel Günther hat nach“Spock-Ohren“ gefragt – weil ein Klassenkamerad von mir behauptet hat „die gibts da“, aus Gummi. Man könne sie sich über die eigenen Ohren stülpen und dann als Vulkanier durch die Gegend marschieren.

Mr. Spock

Die Verkäuferin hat ihn aber nur angesehen, als sei mein Onkel Günther selber ein Spitzohr vom Planeten Vulkan oder Leonard Nimoy aus Star Trek Enterprise, der sie auf den Arm nehmen wollte. Blöder Scherz vom Sigi aus meiner Klasse. Wenn ich den Klassenkameraden erwisch gibts Saures…..werd ich wohl nich – so weit ich weiß hat er jetzt einen Swingerclub in Mallorca und interessiert sich für ganz andere Dinge – jedenfalls nicht für Markknochen und Spock-Ohren.

Z U B E R E I T U N G

Rinder – Markknochen vom Metzger meines Vertrauens, auf ca. 5 – 7 cm Länge zersägt, in einer feuerfesten Form bei 200 Grad im Ofen 20 Minuten braten.

200 Grad im Ofen – das Kalbsknochen-Mark wirft leicht Blasen und duftet verführerisch. In Frankreich versucht man, alles vom Tier zu essen – auch die Innereien und ja – das Mark in den Knochen. Wer raffinierte Rezepte und Varianten mit Kutteln, Leber, Herz, Niere und Co. sucht, isst in Frankreich an der richtigen Adresse.

Dann das heiße Mark aufs Brot geschmiert und mit glatter Petersilie, Meersalz, schwarzem Pfeffer und Kapern bestreut.
Anthony verwendet statt Kapern schwarze fermentierte Pfefferkörner.
Getrunken habe ich einen sehr schön erfrischenden und kühlen trockenen Weißwein.

Bon Appetit


laisse le goûter mon ami – lass es Dir schmecken, Freund
KLICK on the Photo
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Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. heikebreuksch sagt:

    sehr einfach, sehr legga. Aber was braucht das Herz mehr. Ein wunderbares rustikales schnelles Essen.

    Gefällt 1 Person

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