In der Weihnachts – Bäckerei – mit Plätzchen; dreierlEI…

In der Weihnachsbäckerei – mit Plätzchen; dreierlei…Olga hat gebacken

V rozhdestvenskoy bulochnoy – s pechen’yem; tri vida… Ol’ga ispekla ;o)

Í jólabakaríinu – með smákökum; Olga bakaði

…das war deutsch, russisch und isländisch

Foto, Food and Art – Olga und Reiner

Väterchen Frost – der Weihnachtsmann in Russland.

Olga Stein sagt:

„Nichts symbolisiert Weihnachten weniger als Väterchen Frost in Russland – Väterchen Frost kommt zu den Kindern an Silvester, denn Weihnachten ist in Russland am 7. Januar und wurde in der sowjetischen Zeit nie offiziell gefeiert.

Aus den Sagen der Urvölker entwickelte sich diese Figur, die das Symbol für Winter darstellt zum Weihnachtsmann, wenn man es so will. Er kommt zum Silvester/Neujahr und beschert Kinder und legt Geschenke unter den geschmückten Tannenbaum.“

Foto: Olga Stein

P R OL O G


In den schrillen Supermärkten haust die weihnachtliche Stimmung schon seit Wochen, wenig beschaulich, die Natur sträubt sich noch und tropft uns aufs Gemüt, die Wohnung kühlt allmählich aus – es wird Zeit den Ofen anzuwerfen.

Werbe-Neuling Aldi zum Beispiel hat nur wenige Jahrzehnte nach dem Rest der Bevölkerung erkannt, dass sich der eigene Name hervorragend für dufte Wortspiele eignet („Einfach, weil man sich ALDI Jahre wieder drauf freut“).

Und wie in jedem guten Supermarkt beginnt Weihnachten im Flagship-Store der kroatischen Kette Konzum in Zagreb schon im Spätsommer, mit den in der Getränkeabteilung so hübsch zum Baum gestapelten Bierdosen und -flaschen aber noch etwas nachhaltiger als andernorts.

Supermarktblog.com


Die Weihnachtsbäckerei habe ich erst in Deutschland kennengelernt als ich vor ungefähr 20 Jahren einen Job bei der Feuerwehr hatte, in der Küche.

Über die Mengen und Sortenvielfalt war ich erstaunt. Gut geschmeckt haben sie alle! Noch dazu sind Plätzchen ein sicheres Mittel, um ein Lächeln ins Gesicht der Freunde, Nachbarn oder Postboten zu zaubern und das ist genau mein Ding. (..wenn der Postmann zwei mal klingelt – kriegt er Plätzchen und ein gelbes Lätzchen ;o)


Reiner hat sich drei Rezepte gewünscht. Drei??? Das ist wie nur drei Folgen einer Lieblingsserie schauen zu dürfen. Aber der Chef (in dem Fall der Captain) hat gesprochen und wir waren uns – wie üblich – sofort über die Auswahl einig.

Z UT A T E N – Datteltaler

Das Rezept für Datteltaler, die Reiner gedanklich in seine Kindheit versetzen, wurde von
Annemarie53 auf http://www.daskochrezept.de gepostet und von mir nur unwesentlich geändert und ergänzt:


Zutaten für ca. 40 Stück:

  • 100 g Mandeln
  • 100 g entsteinte getrocknete Datteln
  • 2 Eiweiß
  • 100 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillinzucker
  • 2 Prisen Zimt
  • ½ Fläschchen Rum-Aroma
  • 20 g Speisestärke
  • ca. 80 Oblaten 40 mm Durchmesser
  • 200 g Kuvertüre (ich nahm 2/3 Zartbittere + 1/3 Milchschokolade)

Z U B E R E I T U N G

Mandeln in eine Schüssel füllen. Die zerkleinerte Datteln dazu geben und miteinander vermischen.(Wer einen Zerkleinerer benutzt, nicht zu lange drin lassen, sonst werden Datteln zum Püree und lassen sich nur schwer mit den Mandeln einheitlich vermischen).

Eiweiße in einer separaten Schüssel steif schlagen und Zucker, Vanillinzucker, Rum-Aroma, Zimt und Speisestärke mit einer Gummispachtel unterrühren. Zum Schluss wird die Mandel-Dattel-Masse untergehoben.

Oblaten werden auf einem mit Pergamentpapier belegten Backblech verteilt, der Abstand muss nicht sehr großzügig sein. Auf die Oblaten wird nun die fertige Füllung gegeben, dabei mehrere Millimeter vom Rand frei lassen. Auf die Masse jeweils eine weitere Oblate setzen und etwas andrücken.

Die Plätzchen werden ca. 30 Minuten bei 130° Ober- und Unterhitze gebacken.Die Abgekühlten Taler werden bei den meisten Rezepten mit einer Seite zur Hälfte in flüssige Schokolade eingetaucht.

„Meine Mutter hat sie aber dann um 90° gedreht und noch mal in Schokolade eingetaucht“ – sagte Reiner. Das fand ich auch schöner und habe den Dreh übernommen.

Die meisten Plätzchen enthalten entweder Eiweiß oder Eigelb. Aus diesem Grund backe ich fast immer zur gleichen Zeit mehrere Sorten, wobei beides verbraucht wird. Die nächsten Rezepte sind so konzipiert.

ZU T A T E N – Buttergebäck mit Konfitüre

Je länger, je lieber (je mehr, je dicker?)


Dieses Rezept kommt aus dem Backbuch Plätzchen und Gebäck vom Kölner Verlag Naumann &
Göbel.

Z U T A T E N

  • 140 g Butter
  • 140 g Schweineschmalz
  • 140 g Zucker
  • 3 Eigelb + 1 Eigelb zum Bestreichen
  • 420 g Mehl
  • 100g gehackte Mandeln
  • 100 g Konfitüre

Z U B E R E I T U N G

Zimmerwarme Butter und Schmalz (ich nahm Butter und Margarine) schaumig rühren. Zucker und
Eigelb allmählich unterrühren, zuletzt das Mehl dazu kneten.

Den Backofen auf 180° Ober- und Unterhitze vorheizen, aus dem Teig ca. 2 cm große Kugeln formen, diese leicht flach drücken und auf das Backblech mit einer Backunterlage setzen. Die Plätzchen werden nun mit dem verquirlten Eigelb bestrichen und mit Mandeln bestreut. Ich tauche
sie gern einzeln mit einer Seite in die Schüssel mit den Mandeln ein, so werden die Mandeln
gleichmäßiger verteilt und haften besser.

Mit einem Kochlöffelstiel werden in die Mitte der Plätzchen kleine Mulden eingedrückt, in welche ein Klecks Konfitüre (ich nahm dieses mal Stachelbeerenkonfitüre) hinein kommt. Backzeit beträgt ca. 18-20 Min.


Z U T A T E N – Zimtsterne


Das Rezept aus dem Backteil des Kochbuches „Ich helf Dir kochen“ von Hedwig Maria Stuber vom
BLV Verlag

  • 4 Eiweiß
  • 2 TL Zitronensaft
  • 250 g Zucker
  • 1-2 TL Zimt
  • 400-500 g gemahlene Mandeln
  • ca. 50 g gemahlene Mandeln + 2 EL Puderzucker zum Ausrollen

Z U B E R E I T U N G

Die Eiweiße mit dem Zitronensaft steif schlagen. Den Zucker einrieseln lassen und zu einer
schnittfesten, glänzenden Masse schlagen. Eine halbe Tasse davon für den Guss wegnehmen, unter die restliche Masse den Zimt und die Mandeln mischen.
Die Arbeitsfläche mit Mandeln und Puderzucker bestreuen und den Teig darauf in kleinen Portionen mit nur sanftem Druck ca. 1cm dick ausrollen. Frischhaltefolie zwischen dem Teig und dem Rollholz ist sehr hilfreich. Mit einem nassen Ausstechförmchen Sterne ausstechen, auf ein
Backblech setzen und mit einem Messer die restliche Schaummasse gleichmäßig darauf streichen.

Im Vorgeheizten Backofen werden die Sterne bei 150° Ober- und Unterhitze ca. 10 Minuten nach
Sicht gebacken. Die Eiweißmasse soll weiß bleiben. Gelungene Zimtsterne sind innen etwas weich.

Frohe Adventtage

…alle Fotos von Zutaten, Zubereitung und Titelfoto: Olga Stein

KLICK on me …hier gehts zu den Rezepten

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