Culture mix – Feldsalat und Burger

Culture mix – Feldsalat und Burger as yo like it

Wenns durchanander gäid mid der Kulinarig – Feldsalod, fränkisches Dressing und an Börger

Mix culturale: lattuga di agnello e hamburger come piace a te.

Food Photo and Art – Reiner Grundmann

Dressing zum Feldsalat – Nanettes Kochbuch. ars vivendi

Kleiner Gruss aus der Küche

Kirche und Straßenhaus – Steinensittenbach, Mittelfranken in Bayern.

mise en place – Feldsalat und Dressing nach Nanettes Kochbuch – Ars vivendi

P R O L O G

„…als Nürnberg noch den GI`s gehörte.“ Nordbayern

1986. Die Amis, GI`s und ihre Familien, waren tägliches Erscheinungsbild in Nürnberg, Fürth und Umgebung. Trucks, Jeeps, Panzer, Uniformen, US-Kasernen – und dann gabs da die sehr rustikale Country- and Western Squaredance Disco „Ponderosa“ in Gebersdorf bei Stein.

„Zupfer“ nannte man die Amis in Nürnberg und Umgebung.

Die einen sagen, weil man teils zum ersten mal schwarze Menschen im öffentlichen Raum bewusst wahrnahm in Frankonia, und die Menschen ja immer nach Bezeichnungen für Neues suchten, mussten die BaumwollZUPFER in Lousiana, Missouri und Mississippi als Namensgeber herhalten – praktischerweise gleich für alle GI`s – Hautfarbe hin oder her.

Andere machen damals offen sichtbare Strafmaßnahmen der Drill-Sergeants dafür verantwortlich.

Vor den Kasernen und auch drin war der Boden mit großen Betonplatten befestigt. Zwischen den Ritzen am Stoß und wo sie großflächig gerissen waren wuchs Gras heraus. Das mussten die Delinquenten als Strafaktion auf Knien rutschend mit den Fingern ausreißen, auszupfen.

Ein wahrscheinlich beeindruckendes Bild für Passanten.

Die Zupfer.

Erst in eine fränkische Gaststätte, dann in die Ponderosa – Freitag ist „Wet T-Shirt Contest“, Cowboyhüte, Whiskeyglas, Banjoband, Linedance on the stage…

„Kaltes Bier – ohne Schaum – des Yankees feuchter „Duitschländ“ Traum, Fräuleinwunder spät geborn, Elvis gab es längst nicht mehr, seine Platten umsomehr.“

Eines Abends spielte da eine „waschechte Countryband“ und ich dachte – die spielen bestimmt was für mich, wenn ich einfach mal frage. Also sprach ich einen der Musiker an in der Spielpause.

Please, could you play „Sweet Home Alabama“ for me? Sir“

Er sah mich kurz an mit leuchtenden Augen und sagte im breitesten Fränkisch:

„Glei, odder schbeder, way willstas denn home.“

Also, gleich oder später, wie willst dus denn haben. ;o) Ja, ein Cowboyhut macht noch keinen Yankee.

Yeeeeeehaaaaah.

K L E I N E R – G R U S S – A U S – D E R – K Ü C H E

…kleiner Gruß aus der Küche, Riesengarnelen in Knoblauchsud –
eingelegt in Oliven-Öl, Knoblauch und Kräutern –
plus: Kapernäpfel

Z U T A T E N

Feldsalat und Dressing nach Nanettes Kochbuch, ars vivendi

Schinkenspeck, Feldsalat

für 4 Personen

  • 1 Knoblauchzehe
  • 250 g Feldsalat
  • 100 g Parmesan / Parmigiano Reggiano
  • 125 g Schinkenspeck
  • 1 Bio-Eigelb
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 EL mittelscharfer Senf
  • Salz und Pfeffer aus der Mühle
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Prise Zucker

Z U B E R E I T U N G

Feldsalat und Dressing nach Nanettes Kochbuch, ars vivendi

Knoblauch aus der Schale werfen, durchschneiden, eine Salatschüssel mit den Knoblauchhälften einreiben und parfümieren. Feldsalat gründlich waschen – „woran erkennt man den faulen Koch? Am Sand zwischen den Zähnen“ – Salat trocknen, Parmesan in Schnitze hobeln.

Schinkenspeck in dünne Streifen oder Würfel schneiden und in einer Pfanne ohne die Zugabe von Fett knusprig braten, mit Küchenpapier abtupfen und das Fett vom Schinkenspeck in der Pfanne lassen.

Marinade: Eigelb, Zitronensaft, Senf mit einem Schneebesen verrühren, mit Salz und Pfeffer würzen, Olivenöl und Bratfett unterschlagen (…also mit reingeben und nicht heimlich verschwinden lassen.) ….mit Zucker abschmecken.

Feldsalat, Parmesan und Schinkenspeck in einer Schüssel mischen, Marinade aufträufeln und särvierän.

Hat sie sich gut ausgedacht, die Nanette, sehr sehr schmackhaft aber zutatenbedingt eigentlich nicht wirklich fränkisch. Käs weglassen machts weniger originell aber mehr original. Fein.

Z U T A T E N / Z U B E R E I T U N G

My Burger – Cheddar on the cob.

Kreativität ist – die Augen und die Sinne wandern zu lassen und dann einzusammeln und neu zu verknüpfen – was einem durch Herz und Hirn geht. Ein Burger aus allem, was so herumsteht auf Tresen und Kühlschrank- aber bewußt kombiniert – a Wahnsinn, was geht.

– Burger Bun, vorgetoastet

– Burger Sauce,

…montiert aus 2 EL Chili-Paprika-BBQ-Sauce, plus 2 EL Orangenmarmelade, plus 2 EL mittelscharfer Senf.

– Burger pattie von reinem Rinderhack

– Schalotten, gehackt, in Olivenöl und Agavensirup gebräunt, mit altem Balsamico abgelöscht.

– Cheddarkäse

– fleur de sel, Pfeffer

– zweites Burger pattie

– Schalotten wie beschrieben

– Cheddarkäse

– fleur de sel, Pfeffer

– gebratene Baby – Maiskolben

– Burger Sauce wie beschrieben

– Meerrettich Sauce

– Bun

…mit rohem Ei bepinselt, fleur de sel, Petersilie als topping

Burger bei 150 Grad im Ofen erhitzt und der Käse nicht völlig aber gut geschmolzen.

„Enjoy your Food. Lou ders schmeggen.“

„Oh, its so hot and spicy, juices coming out, perfect.“

K O C H B U C H – F E L D SA L A T

Verlag: ars vivendi
ISBN 978-3-7472-0295-1
1. Auflage
255 Seiten
 Lieferbar
Erscheinungsdatum: 14.10.2021
25,00 EUR(D) inkl. gesetzl. MwSt.
25,90 EUR(A)

KLICK on piglets – hier gehts zu den Rezepten

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