Hallo? Frisch?…sehr frisch. Griechische Tacos mit Kichererbsen

Hallo? Frisch?…sehr frisch. Griechische Tacos mit Kichererbsen

Bonjour? Frais ?… très frais. Tacos grecs aux pois chiches

Γεια σας? Φρέσκο; … πολύ φρέσκο. Ελληνικά tacos με ρεβίθια

Food, Text and Art – Reiner Grundmann

Quelle: PXhere in public domain
Ein Sturz der Papiertüte brachte dieses optisch schon mal ansprechende Ergebnis – HELLO FRESH?

P R O L O G

Sohn und ich haben gekocht. Junior hat vorgelesen und ich hab gemacht, was er sagt. Teamwork im Hause Grundmann.

Zunächst einmal galt es eine geheimnisvolle braune Papiertüte zu untersuchen, die mir auf dem Marktplatz von Lauf zugeflogen ist. Gut. Nicht ganz. Ich stand vor der Metzgerei von der Inge Pristownik, mit dem Rücken an ihre leider derzeit ungenutzte Imbiss-Hütte gelehnt und beobachtete das Geschehen in der halbdunklen Fleischerei.

Es warn noch einige Maskierte vor mir und ich hatte Zeit. Viel Zeit.

Also leitete ich noch ein kleines Rollatorgeschwader um in den Verkaufsraum, wer weiß was alles passiert, wenn so ein Rollator nebst Außenbordmotor dahinter zu lange steht. Vielleicht macht der Außenborder dann schlapp und ich bin in der Metzgerei während hinter mir der Sanker den Rollator nebst Schieberin einsammelt.

Also komplimentierte ich die alte Dame vor mir hinein – sie konnts gar nicht fassen und kam meinem Wunsch, sie in der Dunkelheit verschwinden zu sehen prompt nach.

Den Pfadfinderorden musste ich mir dabei aber denken.

Wie es das Schicksal so will, entdeckte mich die Inge Pristownik von ihrer Theke aus, trat in das Regengrau des trüben Laufer Vormittags und händigte mir bewusste geheimnisvolle Papiertüte aus.

Was drin war wusste ich schon ansatzweise.

HELLO FRESH. Das wird spannend.

Z U T A T E N

Ausgepackt…..die mise en place

  • 8 kleine Tortilla Wraps
  • 1 rote Paprika
  • 1 rote Zwiebel
  • Kichererbsen
  • 1 Gurke
  • 1 Tomate
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Zitrone, gewachst
  • 1 Tütchen Heinz-Ketchup
  • 1 Sahnejoghurt
  • Schwarze, entsteinte Oliven
  • 1 Packung Hirtenkäse, zu mild ;o)
  • 1 Gewürzmischung spezial von „Hello Buon Appetito“

Inhalt / Gewürze:

  • Rosmarin
  • Oregano
  • Basilikum
  • Thymian
  • Zwiebel
  • Chili
  • Knoblauch
  • Butterpilzpulver

Z U B E R E I T U N G

HELLO FRESH Serviervorschlag und Zutatenliste

HELLO FRESH Zubereitung

Los gehts. Gehen wir also mal streng step-by-step nach der Zubereitung von HELLO FRESH.

Zunächst sagt das mitgelieferte Blattel: Paprika halbieren. Mach ma. Die Paprika hab ich vom Kerngehäuse befreit und in ca. 2 cm Stücke geschnitten. Die rote Zwiebel war auch schnell geschält und in 1 cm Spalten geschnitten.

Ein Blech belegte ich mit Backpapier und gab Paprika, Zwiebelspalten und die mitgelieferten Kichererbsen darauf, bestreute alles mit der Gewürzmischung, verteilte nach Gefühl (1EL) Olivenöl darüber und mischte es grob. Für 15 bis 20 Minuten schob ich das Blech in den vorgeheizten Ofen (220 Grad Ober- und Unterhitze) , damit das Gemüse weich wird.

Für den Salat Schnitt ich eine Zitrone in 4 Spalten, presste sie in eine große Schüssel (..den Saft) und vermengte mit einigen Prisen Salz, Pfeffer und 1 EL Öl zu einem Dressing.

Die Enden der Gurke schnitt ich ab, halbierte sie längs und entkernte sie mit einem Löffel. Eine Hälfte schnitt ich dann in kleine Halbmonde. Den Strunk der Tomate entfernte ich und würfelte sie in ca. 1cm Stücke.

Die dünnen Gurkenhalbmonde und die Tomatenwürfel gab ich in die Schüssel mit dem Zitronensaftdressing.

Den weißen und den grünen Teil der Frühlingszwiebel schnitt ich getrennt voneinander in dünne Ringe.

Die Hälfte des Hirtenkäses zerbröselte ich mit den Fingern in die Schüssel mit dem Tomaten-Gurken-Salat, gab die schwarzen Oliven und die weißen Frühlingszwiebelringe dazu und vermengte alles. Abgeschmeckt wurde noch mal mit Pfeffer aus dem Mörser und Salz.

Zweierlei Dips rührte ich aus dem restlichen Hirtenkäse – der für meinen Geschmack einen Tick schärfer hätte ausfallen können – den ich mit einer Gabel zerdrückte und mit dem Ketchup und 4EL Sahnejoghurt verrührte.

Die 2. Gurke raspelte ich grob, drückte das Gurkenwasser aus und verrührte sie mit dem restlichen Sahnejoghurt. Mangels Presse schnitt ich 1 Knoblauchzehe fein und gab sie in das Tsatsiki und schmeckte mit Salz und Pfeffer ab.

Die letzten 3 Minuten der Backzeit für das Gemüse legte ich die Tortilla-Wraps auf das Blech mit dem Gemüse und buk sie bis zum Ende mit.

Die Tortillas bestrich ich mit der Ketchup-Hirtenkäse-Créme und belegte sie mit dem Ofengemüse und den Kichererbsen.

…in meinem Haus hat sich genau unter dem Fenster eine künstlerische Dauerbetreuung für mal- und bastelwütige, geburtstagfeiernde und gackernde Horden von Kindern eingenistet – die teils ganztägig für eine ständige unüberhörbare Geräuschkulisse sorgen.

Es ist jetzt nicht gerade Musik aber da ich Kinder mag – tolerieren meine Nerven das hervorragend – im Gegensatz zu einem E-Gitarrenspieler am nahen Marktplatz der einmal wöchentlich einen halben Tag mieseste Samba-Party veranstaltet.

Der Wunsch sein Keybord nebst E-Guitar zu Brennholz zu verarbeiten ist jedes mal sehr stark und ich kompensiere das aber mit barocker Tischmusik zum diner des Königs von Delalande einer der Komponisten Ludwig XIV. den ich auf Stakkato tremens aufdrehe.

Jetzt hatte ich also einen Trupp Kichererbsen auf den Tortillas nebst einem weiteren unüberhörbaren Trupp Kichererbsen unter meinem Küchenfenster –

kalli orexi ;o)

Den Salat reichte ich separat und nicht mit auf dem Teller wie HELLO FRESH sich das gedacht hat, ebenso das Tsatsiki mit den grünen Frühlingszwiebelringen.

E P I L O G

Als Quintessenz nehme ich von diesem Kocherlebnis folgendes Resumée mit:

Das HELLO FRESH Packerl, das mir so unerwartet durch die Inge Pristownik, meiner Metzgerin, zugeflogen ist, enthielt die perfekte Zusammenstellung bester und frischer Zutaten. Man kann in etwa erahnen, welche Logistik-Maschinerie hinter diesem Produkt stehen muss.

Ich habe jede einzelne Zutat für sich mit Nase und Gaumen untersucht. Durchweg angefangen vom Gemüse, über das Yoghurt, die Gewürzmischung und die Tortillas selbst: Hochwertige, aromatische und ausgesuchte Zutaten wurden verwendet.

Ich stelle mir vor, ich hätte das alles im Supermarkt oder am Frischemarkt auf dem Marktplatz zusammensuchen müssen – möglicherweise hätt ich von REWE oder ALDI noch zu EDEKA springen müssen, weil nicht alles da gewesen wäre.

So hatte ich die reine Kochzeit und einen riesen Warenkorb, für wenig Geld. Rund 4,– Euro hätte mich eine Portion gekostet, würde ich das Set selbst gekauft haben. Drei mal pro Woche muss man bei HELLO FRESH Ware ordern, die dann prompt und pünktlich ins Haus kommt – aufreißen, auspacken, eine mise en place anrichten und kochen.

Genießen.

Betrachtet man schlussendlich noch die Verpackungsbilanz, unauffällig TARA genannt, so spart man was das Gemüse betrifft noch die Verpackung, die man im Supermarkt auf jeden Fall hat – es wird ja so gut wie alles ein oder zwei mal verpackt immer noch – man hat keine Übermengen gekauft, sondern die gelieferte Menge ist genau auf das Rezept abgestimmt.

Verpackung

Zu dem einen oder anderen Geschmackserlebnis – alles sehr wohlschmeckend, der Hirtenkäse hätte für meine Begriffe schärfer sein dürfen, aber das ist Geschmackssache, die Tomate war nicht wässrig geschmacklos sondern schmeckte nach:

Tomate, es geht intensiver aber für den Salat perfekt

Die Würzmischung aus dem Hause HELLO FRESH duftete nach Toskana, Kreta und Provence gleichzeitig, sehr intensiv und verbreitete beim Erhitzen im Ofen gleich angenehmste mediterrane Küchenatmosphäre.

Alles in allem, wer wenig Zeit hat neben dem Beruf, wer trotzdem nicht auf die 170 industriell gefertigten, wenig nahrhaften, wenig gehaltvollen und teils vor allem mit der Bezeichnung „vegan“ angebotenen Gesundheitskiller zurückgreifen will, die es in jedem Supermarkt mittlerweile gibt, sondern frisch kochen und gesund essen möchte, der ist mit HELLO FRESH auf dem richtigen Weg.

Allerdings haben Sie über die Zutaten keinerlei Einfluss auf das Ergebnis – die Entscheidung über die Ingredienzen nimmt HELLO FRESH Ihnen natürlich vollständig ab. Aber damit liegen Sie immer noch Welten entfernt in einer Komfortzone im Vergleich zur Verwendung von Fertigprodukten, deren Inhalt und Entstehung Sie gar nicht kennen.

Wer jedoch gerne kreativ Rezepte umsetzt und auch gerne nach den besten Zutaten sucht und dabei auch nicht auf den Cent achten muss, der wird weiterhin selbst auswählen, einkaufen und kochen.

Historie: Die Dosenravioli in den 50er Jahren waren das erste industriell gefertigte und seeehr lange haltbare Nahrungsmittel in Deutschland.

Die Reisewut der Deutschen nach dem unsäglichen Krieg und die Sehnsucht nach dem Essen, das man im Urlaubsland kennenlernen durfte förderten die Idee zur Produktion von schnell verfügbarem Essen aus der Dose, das ein wenig von dem zurückbringt, was man in Italien oder Griechenland an Erinnerungen zurückgelassen hat, dessen Geschmack mit Italien jedoch genauso wenig zu tun hat wie Chop Suey mit China.

Der Startschuss einer Produktion von „Essen“, das man besser im kleinen Horrorladen anbietet als dem mündigen Verbraucher war laut hörbar gegeben, einem Verbraucher, für den heute nur noch 3 Dinge zu zählen scheinen:

Der Preis der Ware, das Geld das man ausgeben muss und der Inhalt des Geldbeutels, den man aus dem Supermarkt trägt.

Und nein, es kann 10 mal gesund auf einem industriell gefertigten Lebensmittel stehen – oder „vegan“ oder „aus biologischem Anbau“ – nachgewiesenermaßen sind Fertigprodukte immer Mogelpackungen und viele eher bedenklich – vor allem und gerade im Segment „Vegan“.

Nur ein Beispiel – nehmen Sie aus dem Regal welchen Schokopudding mit Sahnehaube Sie möchten, recht viel mehr als 3 % Kakaoanteil werden Sie nicht finden.

Der Rest sind Stoffe, die man nicht wissen möchte.

Alles zu einem Luftkissen aufgeblasen und montiert mit Stickstoff, was nur bewirkt, dass Sie teuer kaufen, was gehaltlos ist aber den Vorteil hat, Sie essen dann auch weniger von den Antioxydantien, Farbstoffen, Emulgatoren und anderem PiPaPo in dem 0.64 Euro Premiumprodukt – ist ja nur Luft und 3 % Kakao im Becher.

Dann lieber frisch einkaufen und kochen – selber oder mit HELLO FRESH.

KLICK on Cucumbers – hier gehts zu den Rezepten

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