Theres not every day a Gourmet day – but almost. ;o)

Pizza, Pasta, – und ein Schmuddelwort – „Darfs ein wenig Convenience sein?“

Pizza, pasta – e una parolaccia – „Può essere un po‘ di comodità?“

Pizza, pâtes – et un gros mot – „Peut-être un peu de commodité ?“

P R O L O G

Jedes Jahr findet sie zum Trotz oder gerade deshalb statt. Die Messe, die Kochprofis Convenience Produkte schmackhaft machen will.

Jede Horrorvorstellung des Gastes versucht man dort „salonfähig“ zu argumentieren.

..und sind wir ehrlich – würden wir es immer merken? Regelmäßig lese ich auf LKW`s welche unseren Marktplatz und die Umgebung penetrieren. „Chefs Culinar“….morgens ganz in der Frühe lässt sich die Gastronomie beliefern.

MAN LKW vom Unternehmensverbund Chefs Culinar, ein Unternehmen von Citti, Jomo und Ringel. Die CHEFS CULINAR GmbH und Co. KG befindet sich in Kiel und beliefert mit einem umfangreichen Sortiment die Gastronomie und Hotellerie *** MAN LKW vom Unternehmensverbund Chefs Culinar a company of Citti Jomo und Ringel CHEFS CULINAR GmbH und Co KG is located in Kiel and supplies the gastronomy and hotel industry with a wide range of products

HIGH TASTE convenience menü von Chefs Culinar Quelle: Chefs Culinar

Text von chefs culinar:

„Verabschieden Sie sich von Personalmangel, Stress und Kostendruck und sagen Sie „Hi“ zum neuen High-Convenience-Konzept von CHEFS CULINAR. Als ganzheitliche Lösung vereinfacht HI TASTE alle Prozesse in Ihrer Küche und im Verpflegungsmanagement. Die hochwertigen High-Convenience-Produkte erleichtern Ihren Alltag und sorgen dafür, dass Sie einfach besser wirtschaften.

Ob im trendigen Bistro oder in der Großküche eines Klinikums: Jeden Tag stehen Geschäftsleitungen, Küchenchefs und Mitarbeiter vor der Herausforderung, ihren Gästen gesunde und leckere Speisen zu servieren und dabei zugleich die Wirtschaftlichkeit ihres Betriebes zu garantieren. Der zunehmende Fachkräftemangel, ein hoher Kostendruck und besondere Hygieneanforderungen machen es dabei immer schwieriger, die anspruchsvollen Wünsche nach hoher Qualität, großer Auswahl, einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis oder speziellen Ernährungsformen zu erfüllen.

Entdecken Sie HI TASTE – das neue High-Convenience-Konzept für höchsten Genuss mit minimalem Zeitaufwand.“

https://www.chefsculinar.de/high-convenience-hi-taste-34138.htm

I would eat chefs culinar -aber das ist ja das Highlight von Convenience – darunter ist ein tiefer tiefer Sumpf kulinarischer Dunkelheit und Beliebigkeit.

Stangenei Watson

Eierscheibchen für Sandwiches von der Stangenware. Eier werden getrennt, maschinell verarbeitet und in Formen gepresst, die sie als 1 m Ei wieder zum Leben erwecken. Außen vorgekochtes und schneeweißes Eiweiß – innen ebensolches Eigelb, schnittfest und ready to go für immer gleiche Koch-Ei-Scheiben für obenauf – auch für den Salat und andere Snacks, die man dem Gast am kalten Buffet präsentiert, auch komplette Menüs, an deren Genießbarkeit schon Meister wie Alfons Schuhbeck scheiterten – was aus der Kunststoffverpackung kommt ist wenig appetitlich und manche Klinikküche kann das besser. Ende Text.

Omelett und Rührei aus dem Tetrapack; LIDL

Rührei aus dem Tetrapack, hunderterlei verschiedene, tiefgefrorene und gar nicht verführerische Kartoffelprodukte – rein in den Ofen oder die Fritteuse und so raffiniert geformt, „wie von Muttern“, sieht z.B. jedes Bratkartoffel-Stückchen anders aus – wie handgeschnitten und unterschiedlich groß. Der in jeder Küche vorhandene Brutkasten für eiskalte Gourmet-Embryonen erweckt das tote „Premium-Food“ zu neuem schmackhaften Leben – so zumindest will es Herr Dr. Oe., Herr K. Norr und Maggy – nein nicht die frühere britische Außenministerin, es sei dann man habe sie a´ la Soilent Green pulverisiert und neu geformt

Der Gast merkt meist nichts und wähnt sich in des Sternekochs guter Stube.

..today we are talking. About Pizza. TK food Spitzenreiter der Verkaufszahlen in den Tiefkühltruhen der Supermärkte.

Auch in der Frozen Pizza Landschaft herrscht überwiegend grausame Leere vor im Olymp der Premiumeigenschaften Frische, Konsistenz, Authentizität, Optik, Geschmack und Genießbarkeit generell. Graue Zutaten aus der Konserve, lieblos maschinell auf ebenso maschinell vorgefertigten Teig geknallt, künstlicher Käse, schlaffe, muffige Anchovis, Formschinken – mit Enzymklebern verleimte Fetzen, die man an der Fleischtheke nicht mehr los bekam – kulinarische Wüste wohin man sieht.

Jedoch in Bayern ist ein taghell leuchtender Stern aufgegangen.

Fertigpizza von Gustavo Gusto, ein Hersteller dessen Produkte in wenigen Monaten in die Spitzenverkaufszahlen aufstieg wie Weiland Wernher von Brauns Saturn V. in den Orbit der blauen Murmel.

Frischeste Zutaten werden per Hand auf eine ebenso und mit Liebe handgemachte Teiggrundlage drapiert, grandiose Pizzabäcker aus Italien – lebenserfahrene Teigjongleure, Feinschmecker und in jeder Geschmacksknospe kritische Pizza-Testesser wurden konsultiert und es wurde gefeilt, ausprobiert und verköstigt, bis das perfekte Ergebnis vorlag.

Ich sage. Holen Sie sich eine Gustavo Gusto Pizza im schneeweisen Pizzakarton z.B. von REWE und probieren Sie es aus. Tauen sie die Pizza auf – witzige und humorvolle Werbesprüche auf den Kartons nebst kleiner Cartoons weisen Ihnen den Weg.

Ich persönlich wähle für ein schnelles und perfektes Ergebnis die Pizza Margherita – Gustavo Gusto:

„Wir nehmen nur Mozzarella, alles andere ist Käse“

Befreien Sie die Pizza vollständig von der Verpackung. Tauen Sie die Gustavo Gusto gründlich auf. Heizen sie die Backröhre auf 250 Grad vor und legen Sie eventuell noch einen Pizzastein hinein.

Pimpen Sie Ihre Pizza nach Wunsch mit den üblichen Zutaten.

Mozzarella vom Büffel, nur hochwertigen verwenden, guten italienischen Schinken (..keinen Formschinken), beste Oliven, grün oder schwarz, Sardellen oder Anchovis, Fenchelsalami und nussigen Rucola-Salat, Zwiebeln – ich nehme die meiner Meinung nach deutlich edlere und bekömmliche Schalotte, kleingehackt; wers mag, Paprikastreifchen, Artischocken (hier aber gerne aus der Dose nur Artischockenböden), Knoblauch, Alligatorbirnen (Avocados) frischen Basilikum, …und ja, wers mag, warum nicht – Ananas, ich mag das fruchtige und saftige Aroma der duftenden sattgelben Früchtchen im Kontrast zu den herzhafteren Zutaten.

Trick 17 – für noch mehr Frische in der Erscheinung, Zutaten, welche nicht mitgebacken werden müssen erst in der letzten Minute oder gar 30 Sekunden auf die Pizza geben wie Oliven, Rucola, Basilikumblätter, Petersilie – nach 8 bis 10 Minuten sind diese Dinge oft trocken, verschrumpelt, unansehnlich oder gar angekokelt. Manchmal hilft es vorher Olivenöl aufzuträufeln – aber sehr sparsam, sonst hat man hinterher einen Ölsee auf der Mafiatorte oder sie weicht gar durch.

…natüürlich machen Sie nicht alles gleichzeitig auf die Gustavo Gusto – die es übrigens auch mit Champignons, als VierKäse, als Western (…mit Bud Spencer und Terence Hill als Anheizer), als Salami, als Ananas/Hawaii und eben als Margherita gibt.

Drauf auf den Rost auf mittlerer Schiene oder auf den Pizzastein – Zeituhr stellen.

Kommt sie nach 8 Minuten (…9 bis 10 Minuten für den, ders richtig knusprig und kross am Rand will) aus der Röhre, duftet sie verführerisch und ist wundervoll heiß und schmackhaft – und dann is Schluss.

Gustavo Gusto Margherita – gepimpt mit extra Büffelmozzarella, frischen Champignons, Schalotten, Artischockenböden,
fleur de sel,

Sie müssen dann nämlich nicht mehr in die Röhre schauen, sondern können genießen, ein schöner trockener Chianti oder Pino Grigio dazu lassen komplett vergessen, dass hier ein wenig Convenience im Spiel ist.

Buon appetito. Gracie Gustavo Gusto.

Pimp my Pizza – look how it looks. Gustavo und ich wuppen das.

Gustavo Gusto Pizza Margherita, gepimpt mit extra Büffel-Mozzarella, Schinken, Oliven, Petersilie, Rucola, fleur de sel
Gustavo Gusto Pizza Margherita – gepimpt mit extra Büffel-Mozzarella, Schinken, frischem Basilikum, Ananas…ich mags.
Rechteckiger Teig fürs Blech – nicht Gustavo, mit ihm wärs noch Klassen besser gewesen.

Oben links: Mozzarella, Tomatensauce, Schinken, frischer Basilikum und rechts unten, eine meiner Lieblingsvarianten: Tomatensauce, Mozzarella, Fenchelsalami, Rucola, fleur de sel, Pfeffer aus der Mühle.

Pizza Margherita von Gustavo Gusto mit extra Schinken, Mozzarella, Shrimps, Basilikum – frisch

Waaas Ananas geht überhaupt nicht? Mir doch egal – dann eben Mango, wonderful fresh and fruity.
(auf Margherita von Gustavo Gusto)

Zeit, Originalität und Authentizität sind Drillinge – für die beiden letzteren braucht man ersteres.

Lars Wesfood Westernhausen macht es vor. Pizza mit selbst gemachtem Pizzateig, der auch strengen italienischen Pizza-Puristen gefallen könnte.

Die Associazione Verace Pizza Napoletana (Verein der wahren neapolitanischen Pizza) und die Associazione pizzaioli Nepolitani (Verein der neapolitanischen Pizzabäcker) wachen in der Geburtsstätte der Pizza streng über die Einhaltung der Standards. Nur feinste Zutaten wie z.B. San Marzano Tomaten sind erlaubt. Die deutsche Unsitte, auf Pizza von Gyros über Ananas bis hin zu Hot Dog Würstchen so ziemlich alles zu packen, wird gemeinhin als Verunglimpfung eines nationalen Heiligtums betrachtet. 
Es beginnt schon beim Teig. Dieser darf, um als traditionell zu gelten, nur folgende Zutaten enthalten. 

https://wesfood.blogspot.com/

  • 1000 g Mehl (Sorte 0 oder 00, bzw. einer Mischung aus beiden)
  • 550 ml Wasser
  • 25 g Meersalz
  • 2 – 3 g Bierhefe

Es fällt auf, dass hier weder Olivenöl, noch Zucker und schon gar kein Ei enthalten ist. Die Hefemenge erscheint auch erstaunlich gering. Man setzt hier auf kleinere Mengen, dafür hält man längere Teigführungszeiten ein (von sechs Stunden aufwärts). Die warme Luft Neapels trägt wohl ihr übriges zum Gelingen des Teiges hinzu. Durch die geringe Hefemenge erreicht man zwei Dinge. Zum einen vermeidet man einen leicht bitteren Geschmack, den die Hefe erzeugen kann. Zum anderen lässt sich der Teig besser in Form bringen und zieht sich nach dem Formen nicht so stark wieder zusammen – eine Eigenschaft, die der pizzaioli zu schätzen weiß.   
Äußerst wichtig ist auch der holzbefeuerte Steinbackofen, der Temperaturen jenseits der 400°C ermöglicht und eine dünn ausgerollte Pizza in gut 90 Sekunden verzehrbereit backt. Hier treffen wir auf die erste Schwierigkeit als Hobbykoch. Kaum einer von uns hat einen echten Holzfeuer-Pizza-Ofen zu Hause und der heimische Backofen schafft meist nur schlappe 250° C. Vor gut einem Jahr hätte ich noch Stein und Bein geschworen, dass ohne Steinbackofen keine Pizza möglich wäre. Gut, Pizza habe ich schon gebacken, aber das waren dann mehr Hefekuchen mit Tomaten-Käsebelag. Erst seitdem ich einen Pizzastein besitze und damit experimentiert habe, weiß ich, dass man auch zu Hause Ergebnisse erzielen kann, die mit guten Italienern mithalten können und auf jeden Fall jeden Lieferdienst um Längen schlagen. 

Wir müssen aber auch das originale Teigrezept etwas modifizieren, das heißt, dass wir die Hefemenge erhöhen und etwas Zucker und Olivenöl für die Geschmeidigkeit hinzufügen. 

Mein Pizzateig hält in einer Kunstoff-Vorratsdose mit Entlüftungsventil mindestens zwei Wochen. Ich vermute sogar noch länger, denn irgendwie ist das ja auch nichts anderes, als Sauerteig und der ist bei vernünftiger Behandlung ja auch nicht tot zu kriegen. Im Gegenteil, durch längere Reifezeiten wird der Teig nur aromatischer. Eine Garantie gebe ich natürlich nicht, aber solange die Farbe des Teigs stimmt und es nicht vergoren riecht, schätze ich mich auf der sicheren Seite. Außerdem kann man ihn ja auch problemlos einfrieren. Lange Rede, kurzer Sinn, ich finde, es lohnt sich, Pizzateig in größeren Mengen anzusetzen und ich verbrauche jedesmal mindestens eine Packung Mehl – schon alleine um nicht überall angefangene Packungen herumstehen zu haben (habe ich aber trotzdem …).

Quelle Text: „wesfood“ Lars Wesfood Westerhausen

KLICK on Pulcinella – hier gehts zu den Rezepten

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