Curry-Wurscht nach Alexandra

Currywurst mit einer Sauce nach Alexandra Schülter

„Currywurst“ con salsa di Alexandra Schülter

„Currywurst“ avec une sauce selon Alexandra Schülter

Food Text and Art Reiner Grundmann

Zeche Zollverein Essen, fotocommunity

Alexandra Schülter`s…Currysauce de luxe.

P R O L O G

CURRY-WURSCHT mit selbstgemachter Sauce nach einem Rezept von Alexandra Schülter und einer Wurscht von meiner Metzgerin.

„…natürlich ist sie nicht „meine“ Metzgerin, die Frau Pristownik aus Lauf, weil Besitzansprüche im BGB geregelt werden und nur langweilige Sachen betreffen. Langweilig ist meine Metzgerin aber überhaupt nicht – wobei erwiesenermaßen hier also folglich das BGB nicht greift, weil sie ja auch keine Sache ist – sondern meine Metzgerin.“

Frei nach Karl Valentin, aber das ist ein ganz anderer Vall.

Nur so viel.

800 Millionen Currywürscht werden per anno in Deutschen Landen verkauft – einige davon auch in Lauf an der Pegnitz, wobei es sich immer um eine Brat- oder Brühwurst handelt, mit einer Curry-Tomatensauce und/oder einer „Wüass“, wie der Norddeutsche laut Brösels „Werner oder was“ sagt, die bereits Curry in sich hat.

Die Wurst – macht man sie also nicht selbst – kauft man beim Metzger des Vertrauens und läßt sich lokal oder im Lokal beraten.
Wenn man hinter der Maske die kompetent vorgetragenen Zutaten für die Wurscht falsch versteht:

„Dou dousch ..w..eng an .ajor..an nei….“, nuschel, „Des ma…nn ..Euro…schnauf zwanzg.“

…aber das ist ein anderer Casus, der ein andermal besprochen sein soll, heut ist uns das alles so was von Curry-Wurscht – es soll nur ums Essen gehen.

Alexandra aus dem Ruhrpott schlägt also folgende Zusammensetzung der Curry-Wurst-Sauce vor – und das ist so gut geworden und so jenseits von „A weng Currybulfer in mein Kätschap neigmacht“ dass es schon an kulinarische Rafinessen grenzt, die ja auch der frühere Bundes – No – Chancellor Gerhard Schröder niemals ausgeschlagen hat. Ich hab ihn damals nur ein einziges Mal gesehen. Er ist mit einem Hubschrauber in Adidas-City angelandet und auch wieder ausgeflogen worden.
Gekommen ist er ohne die vielzitierte Wurscht und auch wieder abgeflogen. Beim Einsteigen in den Heli hat er sehr „queenlike“ herübergewunken. Eine Horde Franken mit „die Händ in da Huusataschen“ hat ihm noch sehr wenig wehleidig nachgeschaut. Schade eigentlich.

Z U T A T E N

mise-en-place

…nach Alexandra Schülter

  • 2 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 kleiner geriebener Apfel
  • 200 ml passierte Tomaten z.B. von MUTTI, Parma
  • 200 ml Apfelsaft
  • 100 ml Wasser nimmt Alex – ich hab Weißwein genommen
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz
  • Fleur de sel*
  • Schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 1,5 EL Currypulver (…extra einkauft – mein Madras Curry passt da eher nicht)
  • 1 EL Paprikapulver aus Spanien, rot, gut, geröstet
  • Coca Cola kann man auch noch rein machen – hatte ich aber grad nich da.
  • Eventuell etwas Dinkelmehl zum Binden der Sauce

Z U B E R E I T U N G

Im eigenen Fett oder in Olivenöl gebratene Brühwurst/Bratwurst

Im Olivenöl oder vorzugsweise im Fett der bereits gebratenen Würste die kleingehackten Schalotten anbraten, dann den geriebenen Apfel hinzufügen.

Schalotten, gehackt, Apfel zum Reiben, Brühwurst von Frau Pristownik

Mit Curry und Paprikapulver würzen. Dann die passierten Tomaten, Apfelsaft und Wasser hinzufügen, einkochen lassen und anschließend in einer Schüssel mit dem Pürierstab zu einer Soße verarbeiten. Salzen und pfeffern.

Sauce einkochen und abschmecken, eventuell mit Dinkelmehl binden.


Je nachdem, ob man es scharf mag, kann da jetzt noch Chilipulver oder rosenscharfes Paprikapulver hinzugefügt werden. Wer es ganz scharf mag, nimmt das berühmte Moriansche Currypulver…..sagt Alexandra, ich kenn das leider gar nich.

Dazu: Kartoffelwedges, Kartoffeln gut gewaschen, ungeschält in grobe Schnitze geschnitten und auf Backpapier und etwas Olivenöl im 200 Grad heißen Ofen ca. 20 Minuten gebacken. Wichtig: Die Wedges mit Küchenpapier vom überschüssigen Fett befreien und mit feinem Salz oder Fleur-de-Sel würzen.

Zum Schluss hab ich alles in meiner Servierpfanne arrangiert – eine Pfanne, für die mir schon Millionenbeträge aus Österreich geboten wurden – die Kartoffelwedges, die geschnittene und gebratene Wurst und die selbstgemachte Currysauce nach Alexandra Schülter.

Dünn streute ich noch mal Currypulver über die Wurst und Fleur de sel auf die Wedges.

Feine Sache. Danke Alexandra.

Currywurst mit Sauce und Wedges in der Servierpfanne

*Fleur de Sel (französisch) Flor de Sal (portugiesisch, spanisch) Fior di Sale (italienisch) ist das teuerste Meersalz. Es entsteht nur an heißen und windstillen Tagen als hauchdünne Schicht an der Wasseroberfläche und wird in Handarbeit mit einer Siebschaufel abgeschöpft…sagt die Salzdose und der Wiki.


KLICK on Photo.

Hier gehts zu den Rezepten

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