Spaghetti Napoli – Aus dem Restaurant „Les Halles“ NY, Anthony Bourdain

Spaghetti „Napoli“
inspiriert durch Anthony Bourdain im Restaurant „Les Halles“ in New York

Spaghetti „Napoli“ Ispirato da Anthony Bourdain al ristorante „Les Halles“ di New York

Spaghetti à la sauce à l’huile d’olive, ail et tomates
Inspiré par Anthony Bourdain au restaurant „Les Halles“ à New York

Alberto Sorti, movie „Un americano a Roma“, Pixabay
…heute plaudert Anthony Bourdain munter in meiner Küche. Was gäbe ich darum, wenn er es noch könnte.
So muss ich Erinnerungen an seine Bücher nehmen und bin – sein Stift.
Heute sagt man Azubi.

„Die Wall-Street Tycoons, die Touristen, die Freaks, die es nach „originale“ a la mamma hungert, hol sie ins Restaurant und sie zahlen 27,– Dollar für das.“ 


Nimm selbstgemachte Spaghetti, koche sie bißfest, bereite eine Sauce aus Olivenöl in der Pfanne, 2 Knoblauchzehen, mit der Rasierklinge in Scheibchen geschnitten, die du im Öl glasig dünstest bis sie duften, aber verbrenn sie nicht und bräune sie nicht – und gib frische – wirklich frische gehackte Tomaten vom besten Gemüsehändler hinein, den du finden kannst. 
Rot, kräftig, aromatisch, fest müssen sie sein. 

„Verkoch sie nicht oder du fliegst – Tellerwäscher.“ 

„Die Sauce – lass die Finger vom Ketchup, Idiot – die Sauce auf die Spaghetti – oder noch besser, hebe die Pasta unter die Tomaten-Knoblauch-Mischung.“ 


Abschmecken mit schwarzem Pfeffer aus der Mühle und etwas Meersalz, Frisch gehobelten Parmigiano Reggiano drauf. Wenn du hast, drapiere noch ein paar frische Basilikumblätter obenauf und lass die Finger von allem anderen. Jede weitere Zutat macht dieses phantastische italienische Gaumenfest nur teurer und schlechter. 


„Buon appetito – ach ja, das macht dann 36,– Dollar mit dem Espresso und dem Grappa.“

Ich habe mehrmals tiefes Unglück erfahren, weil ich nirgends andere Tomaten als diese blassen, wäßrigen, geschmacklosen, farblosen Wechselbalgerzeugnisse aus dem Glashaus kaufen konnte, die es überall haufenweise gibt. Paradiesäpfel – isch lach misch dod. Und ich sag euch was, aber gaaanz leise. Im Süden wachsen die besten, idealerweise in Italien. Zu recht sind die Italiener stolz auf ihre Pomodore. Die Geniesser vom Stiefel ernten die sonnengereiften roten Früchte zum Beispiel in Codogno und durch gutes Zureden gehen die dann freiwillig in die Dose. 
Wir müssen die kleinen nur noch rauslassen aus der Blechrüstung und können ihr kräftiges fruchtiges Aroma in der Pasta-Sauce genießen.

„Geständnisse eines Küchenchefs“ Anthony Bourdain und Co-Autoren
Goldmann Verlag

Foodphotography and text Reiner Grundmann

New York Architecture, Pixabay

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